Mehrwertsteuersenkung ab Juli 2020 — Welche Bedeutung hat das für bestehende Bauverträge?

  • Da es jetzt doch sehr viele Bauherren betrifft hier einmal ein kleiner Auszug:


    Am 3.6.2020 hat die Bundesregierung die Senkung der Mehrwertsteuer von 19% auf 16% beschlossen.

    Noch ist das nicht gesetzlich normiert, denn der Bundestag muss dem noch zustimmen, aber dennoch beschäftigen wir uns heute mit der Frage, welche Bedeutung das für bestehende Bauverträge hat:

    Beachten Sie die Klausel:

    Bauverträge haben üblicherweise eine Klausel zu Anpassung der Mehrwertsteuer. Diese sieht häufig so aus:

    Der Preis ist ein Festpreis einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer in Höhe von zur Zeit 19 %.

    Erhöht sich nach Vertragsabschluss die Mehrwertsteuer, so ändert sich der Festpreis entsprechend.”

    Diese Klausel benachteiligt einen Verbraucher erheblich, da sie eine einseitige, für den Unternehmer günstige Regelung enthält und dürfte deshalb unwirksam sein. Die Folge ist deshalb: Der Unternehmer muss die Senkung der Mehrwertsteuer ab Juli 2020 an den Bauherren weitergeben, auch wenn die oben genannte Klausel nur die Steuererhöhung erwähnt.

    Die Anpassung muss sich selbstverständlich auch auf eine Anpassung nach unten beziehen.

    Wenn die geplante Senkung der Mehrwertsteuer tatsächlich in Kraft tritt, können Sie als private Bauherren also 3 % sparen.


    Lesen Sie hier mehr:

    Quelle: https://www.bauglueck.de/senku…g-bestehender-bauvertrag/

  • Es gibt mal wieder Neuigkeiten zu dem Thema.


    Mehrwertsteuersenkung von 19% auf 16% — Was das für Ihren Bauvertrag zur Folge haben kann, Teil 2

    Am 01.07.2020 ist es soweit. Die Mehrwertsteuer wird auf 16% gesenkt. Welche Folgen das für Ihren Bauvertrag haben kann und was Sie als Bauherr*innen dabei zu beachten haben, erklären wir im 2. Blogbeitrag zum Thema Mehrwertsteuersenkung 2020 anhand von Beispielen.

    Für Sie als Bauherr*innen gilt: In Bauangelegenheiten ist der Zeitpunkt der Leistung wichtig

    Für die Frage, welcher Mehrwertsteuersatz für die Zahlung der Abschlagsrechnungen gilt, orientiert sich dies in Bauangelegenheiten immer am Zeitpunkt der Leistung.

    Wenn Sie also am 01.07.2020 ein Bauvertrag unterschreiben, dann sind dort 16% Mehrwertsteuer enthalten. Wird die Leistung aber erst im März 2021 erbracht und die Mehrwertsteuer bis dahin wieder auf 19% angehoben, so gilt der Zeitpunkt der Leistung am 01.03.2021 und somit müssen Sie, obwohl Sie im Juli 2020 16% Mehrwertsteuer vereinbart haben dann 19% Mehrwertsteuer zahlen.


    weiterlesen


    Quelle: https://www.bauglueck.de/auswi…wertsteuersenkung-teil-2/

  • Es gibt eine kleine FAQ für Bauherren, hier ein kleiner Auszug:


    Beachtet bitte wir bieten hier keine Rechtssichere Auskunft!!!!!!!

    Welcher Zeitpunkt ist entscheidend für die Anwendung des jeweiligen Mehrwertsteuersatzes?

    Es ist der Mehrwertsteuersatz anzuwenden, der zum Zeitpunkt des Abschlusses der Leistungserbringung gesetzlich gilt.

    Eine Leistung, die vor dem 30.06.2020 vereinbart, aber erst am 15.07.2020 fertig erbracht wurde, ist mit 16 Prozent MwSt. zu berechnen. Eine Leistung, die am 31.12.2020 in Auftrag gegeben und erst am 10.01.2021 erbraucht wurde, ist wieder mit 19 Prozent zu verrechnen.



    Welche Bedeutung hat das Rechnungsdatum für den anzuwendenden Mehrwertsteuersatz?

    Das Rechnungsdatum ist irrelevant. Zur Festlegung, welcher Mehrwertsteuersatz gilt, ist der Zeitpunkt des Abschlusses der Leistungserbringung entscheidend. D.h., dass auch der MwSt.-Satz von 16 Prozent anzuwenden ist, wenn die Rechnung für eine Leistung im zweiten Halbjahr 2020 erst in 2021 gestellt wird.


    Gilt auch bei einem Verbraucherbauvertrag (Schlüsselfertig-Hausbauvertrag) die Abgrenzung nach dem Zeitpunkt der Leistungserbringung?

    Grundsätzlich ja. Aber: Der Zeitpunkt des Abschlusses der Leistungserbringung ist bei einem Verbraucherbauvertrag (Werkvertrag) der Zeitpunkt der Abnahme der vollständigen Bauleistung. Also die Fertigstellung des gesamten vertraglich vereinbarten Bauwerks.

    Ist ein Vertrag z.B. am 01.02.2020 mit 19 Prozent MwSt. abgeschlossen worden und die Abnahme hat am 25.10.2020 stattgefunden, gilt für das gesamte Bauvorhaben der reduzierte MwSt.-Satz von 16 Prozent. Etwaige Abschläge, die mit 19 % gezahlt wurden, muss der Unternehmer mit seiner Schlussrechnung ausgleichen. Das Bauvorhaben wird in dieser Konstellation für den Bauherren also billiger. Schließt der Bauherr einen Vertrag zwischen dem 01.07.2020 und dem 31.12.2020 mit 16 Prozent MwSt. ab und die Abnahme findet erst im März 2021 statt, gilt für das gesamter Bauvorhaben 19 Prozent MwSt. Hat der Bauherr Abschläge inklusive 16 Prozent MwSt. bezahlt, erfolgt mit der Schlussrechnung eine Nachberechnung, das Bauvorhaben wird also teurer. Dies kommt für den Bauherren ja nicht unerwartet, er sollte die absehbaren zusätzlich fälligen 3 Prozent MwSt. von Beginn an mit einkalkulieren.



    Quelle: https://www.bsb-ev.de/weitere-…ren-jetzt-achten-muessen/

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